Euroglass SAS, 30 ZA Belledonnes, F-38530 Barraux, France

 

 1960 - 1975: Die OKAY MINI

   

 

 

Ab Ende der 1950er Jahre wurden die ersten Zamboni - Eisbearbeitungsmaschinen nach Europa importiert. Diese Maschinen waren aber für damalige Verhältnisse sehr teuer und die Beschaffung war sehr aufwändig, daher waren es auch nur sehr wenige Maschinen, die den Weg über den großen Teich fanden.

Vermutlich hatte jemand vom Eishockey - Club Grenoble eine dieser Maschinen gesehen, denn der Club hatte im Jahr 1960 den Wunsch, eine Eisbearbeitungsmaschine anzuschaffen.

Da man die bereits erwähnte komplizierte und teure Beschaffung aber scheute, kam man auf die Idee, dass man doch jemanden geeignetes aus der näheren Umgebung fragen könne, ob er so eine Maschine nicht für den Club bauen könne.

Die geeignete Person wurde in Claude Dupon, einem Mechaniker aus dem ca. 40 km entfernten Chapareillan, gefunden. Ihm verdanken wir, dass noch im gleichen Jahr die erste in Europa entwickelte und gebaute Eisbearbeitungsmaschine ihren Dienst aufnahm. Die Maschine erhielt die Bezeichnung OKAY MINI. Nach dem ersten Modell 1960 wurde die Serienproduktion 1966 aufgenommen und bis 1975 fortgeführt.

Da hydraulische Antriebe zu Beginn der 1960er Jahre noch nicht zur Verfügung standen, verwendete Claude Dupon die vom PKW bekannte mechanische Kraftübertragung mittels Kupplung und Getriebe, um die Kraft des luftgekühlten Lombardini - Einzylindermotors auf die Räder zu bringen. Angetrieben wurden nur die Vorderräder der Maschine, die deutlich kleineren Hinterräder dienten nur als Lauf- und Stützräder.

Da die Kraftübertragung, wie bereits beschrieben, komplett mechanisch war, konnte Claude Dupon bei seiner Konstruktion auf diverse bereits am Markt vorhandene Fahrwerksteile zurückgreifen: Die Vorderachse mit den Vorderrädern stammte vom Citroën 2CV (der berühmten "Ente"), diverse andere Teile stammten vom Citroën H - Transporter. Dadurch war auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen sichergestellt - hätte er alles selbst konstruiert, hätte er auch sämtliche Ersatzteile selbst fertigen müssen. So konnte bei kleineren Problemen jede Citroën - Werkstatt aushelfen.

Der Hobelschlitten der OKAY MINI befand sich zwischen der Vorderachse und den hinteren Stützrädern und konnte hydraulisch angehoben werden. Im Schlitten befand sich nur das Hobelmesser, welches dreifach verstellt werden konnte (Schnitttiefe und Seitenausgleich), der restliche Teil des Schlittenkastens diente zum Sammeln des Schnees. Nach ein paar Runden auf dem Eis musste der Schlitten angehoben und der Schnee dann von Hand vom Eis geschaufelt werden. Auf der in Fahrtrichtung linken Seite des Schlittens konnte ein Randhobel eingehängt werden (erkennbar an Führungsschienen am Schlitten). Auf der Rückseite des Schlittens war eine Sprengrampe angebracht, über die das in den beiden 150 L - Tanks gespeicherte Wasser auf das Eis aufgebracht werden konnte.

 Bis vor weinigen Jahren war noch eine Okay Mini bei der französischen Eisbahnvermietung "Jeux de Glaces" in Betrieb. Inzwischen wurde diese Maschine wohl aber gegen eine neue Maschine ersetzt, sodass derzeit keine Maschinen dieses Typs mehr in Betrieb sind.

 

1966 - 1975: Die OKAY 38

   

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Weitere Fotos von der Okay 38

Nachdem Claude Dupon das erste Modell der OKAY MINI ausgeliefert hatte, machte er sich an die Arbeit, eine größere Maschine zu konstruieren, die den Schnee auch in einem kippbaren Tank sammeln und die auch die Wassermenge für eine normal große Eisfläche zur Verfügung stellen konnte. So entstand 1966 die OKAY 38. Ihre Basis war das Fahrgestell und andere Teile des Willys Jeeps M-38, daher der Name OKAY 38.

Die Maschine besaß einen VW – Käfer – Motor und eine komplett mechanische Kraftübertragung. Das vom Jeep übernommene Getriebe besaß 3 Vorwärts- und 2 Rückwärtsgänge. Als mechanischer Schwachpunkt der Maschine erwiesen sich die Steckachsen, die oft zerbrachen, wenn der Fahrer einmal zu hart einkuppelte, da diese ebenfalls vom Jeep übernommenen Teile nicht für die großen Belastungen ausgelegt waren, die sie aushalten mussten. Ein weiterer mechanischer Schwachpunkt war die Kupplung, die nach ca. 500 Betriebsstunden (das entspricht etwa einer Saison) ausgetauscht werden musste.

Die OKAY 38 war die erste und die letzte von Dupon gebaute "große" Maschine, die eine Vorderachslenkung im Sinne eines klassischen PKW besaß. Die Lenkung erfolgte rein mechanisch über ein Gestänge und ohne Servo - Unterstützung. Bei vollem Schneetank sicherlich ein Vergnügen...

Der Hobelschlitten besaß einen so genannten Schneeschieber, eine vor der Schneckenwelle laufende Walze mit zwei großen Hartgummi-Lippen, die in Fahrtrichtung rotierte und den Schnee nach hinten in die Schnecke werfen sollte. Das Förderwerk bestand aus einem Förderschacht mit vier übereinander angeordneten 4-flügeligen Ventilatoren, die den von der Schneckenwelle hochgeworfenen Schnee aufnahmen und zum jeweils nächsten Ventilator weiterwarfen. Der oberste Ventilator beförderte den Schnee dann in den Tank.

Der Antrieb des Förderwerkes war ebenfalls komplett mechanisch. Eine vom dem Getriebe nachgeschalteten Zusatzgetriebe abzweigende Zapfwelle trieb über ein Winkelgetriebe eine Doppelkette an, die alle Ventilatoren, sowie über eine Transmissionswelle auch die Schneckenwelle und den Schneeschieber antrieb. Nachteilig erwies sich, dass die Förderleistung konstruktionsbedingt von der Fahrgeschwindigkeit abhängig war, da dadurch bei zugeschneiten Freibahnen die Förderanlage oft verstopfte.

Das Messer konnte wie schon bei der OKAY MINI über drei nebeneinander liegende Hebel verstellt werden. Der mittlere Hebel diente zur Einstellung der gesamten Schnitttiefe, die beiden äußeren Hebel dienten zur Verstellung der Horizontallage des Messers.

Die OKAY 38 war die Maschine, mit der Dupon 1968 bei den Olympischen Spielen in Grenoble die Eisbearbeitung sicherstellte.

Von der OKAY 38 sind derzeit noch einige Modelle in Betrieb, vor allem in Tschechien, aber auch in der Schweiz (z.B. in Winterthur) oder Frankreich.

 

1975 - 1986: Die OKAY MATIC

   

 

 

1975 stellte Claude Dupon die OKAY MATIC als Nachfolgerin der OKAY 38 vor. Bei der Konstruktion der OKAY MATIC hatte Claude Dupon einige Neuerungen vorgesehen, die deutlich zum Bedienkomfort der Maschine beigetragen haben:

Die Kraftübertragung zu den Rädern erfolgte nun hydraulisch. Zwei am drehzahlgeregelten VW Käfer - Motor über ein Verteilergetriebe angebrachte Antriebspumpen trieben je einen Hydraulikmotor an der Vorder- bzw. Hinterachse an. Die Steuerung der Fahrtrichtung erfolge dabei über ein Wechselplattenpedal am Fahrerplatz. Trat der Fahrer links auf das Pedal, so fuhr die Maschine rückwärts an, trat er rechts auf das Pedal, so fuhr sie vorwärts.

Die Achsen waren eine komplette Neu- und Eigenkonstruktion von Dupon, die wesentlich stabiler ausgelegt waren als die bereits erwähnten Jeep - Achsen. Auf diese Weise wurden die Probleme der brechenden Steckachsen beseitigt. Um ein Abschleppen der Maschine zu ermöglichen, wurden beide Achsen mit auskuppelbaren Steckachsen auf der linken Fahrzeugseite versehen. Im Falle des Falles konnten die Steckachsen durch Ziehen des auf der Nabe befindlichen Griffes soweit herausgezogen werden, dass das Differentialgetriebe im Freilauf war und die Maschine problemlos geschleppt werden konnte.

Eine weitere Neuerung und Arbeitserleichterung war die hydraulische Servolenkung, die mit der Einführung eines komplett anderen Lenksystems einher ging: Statt der klassischen PKW – Achsenlenkung wurde nun eine Drehschemel – Lenkung eingebaut, bei der die komplette, sehr verkürzte Vorderachse hydraulisch gedreht wurde. Dieses Lenksystem, das sich Claude Dupon wohl bei den Traktorenbauern abgeschaut hat, wurde auch bei allen weiteren Maschinen verwendet, da es sehr einfach und wartungsarm ist.

Ebenfalls neu war der Einbau einer Druckwascheinrichtung für das Eis. Dazu wurde im Hobel zwischen Messerhalter und Gummilippe der Wasserabsaugung eine so genannte Waschrampe eingebaut. Über sie konnte das Frischwasser der Maschine mit hohem Druck auf das Eis gespritzt werden, um es zu waschen. Im Gegensatz zu den Wascheinrichtungen von z. B. Zamboni wurde bei der OKAY MATIC das Waschwasser aber nicht gefiltert und wieder verwendet, sondern über eine Saugpumpe direkt in den Schneekübel gepumpt und somit entsorgt.

Weitere Neuerungen waren die automatische Einschaltung des Förderwerkes beim Absenken des Hobels (die Schaltung erfolgte über eine elektromagnetische Kupplung an der Zapfwelle, gesteuert von einem Kontaktschalter am rechten Hubarm des Hobelschlittens), die konstante Fördergeschwindigkeit (durch die Drehzahlregelung des Motors), sowie die Anbaumöglichkeit für einen Bandenbesen.

Hobel und Förderwerk wurden (bis auf den Einbau der Waschrampe) unverändert von der OKAY 38 übernommen.

Die OKAY MATIC wurde von 1975 – 1986 gebaut. Die Karosserie ist eindeutig schlanker als bei der OKAY 38, die äußerliche Ähnlichkeit der Maschinen ist aber nicht zu übersehen.

1984 stellte Dupon mit diesen Maschinen die Eisbearbeitung bei den Olympischen Spielen in Sarajevo sicher.

Die OKAY MATIC ist noch auf einigen Eisbahnen quer durch ganz Europa zu finden.

 

Der Prototyp der OKAY ELECTRIC

   

 

 

Da in Eishallen Maschinen mit Verbrennungsmotor wegen der Abgase nur ungern verwendet werden, machte sich Claude Dupon zu Beginn der 1980er Jahre daran, eine Maschine mit Batterieantrieb zu entwickeln. Er verwendete dazu die OKAY MATIC als Grundmodell und modifizierte sie entsprechend. So entstand der Prototyp der OKAY ELECTRIC.

An Vorder- und Hinterachse wurden die Hydraulikmotoren durch Elektromotoren ersetzt. Ein dritter Elektromotor wurde an der Rückseite des Förderschachtes befestigt und trieb das Förderwerk, die Pumpe für die Arbeitshydraulik und die Wassersaugpumpe (SIHI – Pumpe) an. Diese Pumpe wurde beim Prototypen der OKAY ELECTRIC außen auf dem Hobel angebaut, da sie im Inneren der Maschine aufgrund der relativ großen Batterien keinen Platz mehr hatte.

Vollkommen neu war die Fahrsteuerung der Maschine: Das Fahrpedal war als einfaches Pedal ausgeführt, die Vorwahl der Fahrtrichtung erfolgte über einen kleinen Joystick auf dem Armaturenbrett.

Das Förderwerk wurde über einen Drehschalter auf dem Armaturenbrett eingeschaltet und konnte darüber auch in der Geschwindigkeit geregelt werden. Konstruktionsbedingt wurde darüber aber auch die Laufgeschwindigkeit der SIHI – Pumpe bzw. der Hydraulikpumpe geregelt. Als Schwachpunkt der Maschine erwiesen sich die beiden Fahrschalter. Sie blieben des Öfteren hängen oder klemmten, was zu Maschinenausfällen und Störungen führte.

Über den Verbleib dieses Prototyps gibt es keine Informationen.

 

1986: Die OKAY ELECTRIC POLYESTER (die erste OKAY ELECTRIC)

   

 

 

Claude Dupon modifizierte den Prototypen der OKAY ELECTRIC in einigen Punkten. So entstand 1986 die OKAY ELECTRIC POLYESTER, die in den Verkaufsprospekten von Dupon aber nur OKAY ELECTRIC genannt wurde. Sie besaß eine komplett neu gestaltete Karosserie aus Polyester-Kunststoff. Dies erwies sich in dem Punkt als Nachteil, dass die ebenfalls aus Polyester bestehenden Wassertanks durch das warme Frischwasser mit der Zeit porös und undicht wurden.

Als technische Neuerung besaß die OKAY ELECTRIC POLYESTER anstatt eines Bandenbesens einen an den Hobelschlitten angebauten Bandenhobel, der bei Bedarf hydraulisch ausgeschwenkt werden konnte.

Leicht verbessert wurde die Steuerung des Förderwerkes: Das Förderwerk konnte nun durch einen Kupplungshebel komplett ein- oder ausgeschaltet werden. Dazu musste man die Förderergeschwindigkeit zuerst auf 0 einstellen, danach konnte die mechanische Verbindung zum Förderer getrennt werden. Dieser Mechanismus wurde durch die von der OKAY ELECTRIC übernommene Kombination des Förderwerkantriebes mit der Hydraulikpumpe notwendig gemacht. Zum Aus- und Einkuppeln musste die Maschine angehalten werden, da ansonsten die hydraulische Lenkung nicht funktionierte. Der OKAY ELECTRIC POLYESTER war kein langer Produktionszeitraum vergönnt, genaue Details sind mir jedoch leider nicht bekannt.

Die OKAY ELECTRIC POLYESTER ist wohl noch vereinzelt in Betrieb, z.B. in Slowenien.

 

Die OKAY 3000 (Generationen I und II)

   

014 - Okay 3000 frontal

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1986 brachte Dupon die OKAY 3000 auf den Markt. Sie wurde bis 2006 in zwei Maschinengenerationen produziert und war damit das von Dupon am längsten produzierte Modell.

Bei der OKAY 3000 ging Dupon vollkommen neue Wege in der Konstruktion. Der Antrieb aller Maschinenteile erfolgte komplett hydraulisch, es gab keine Übertragungsketten oder Wellen mehr. Die Räder wurden einzeln über Hydraulikmotoren angetrieben. Auch die Schneckenwelle und alle Wellen des Förderwerkes besaßen jeweils einen eigenen Hydraulikmotor.

Die Ausstattung der Maschine unterschied sich in einigen Punkten von der OKAY MATIC: Die Schneeschieberwalze und die Druckwascheinrichtung waren abgeschafft worden. Die Schneeschieberwalze hatte sich als wartungsintensiv und ohne echten Vorteil erwiesen. Die Druckwascheinrichtung musste der neuen Messerverstellung weichen. 

Die Verstellung der Gesamtschnitttiefe erfolgte bei der OKAY 3000 hydraulisch über ein Handstellrad. Dieses steuerte einen Hydraulikzylinder, der das Messer in das Eis drückte. Wurde der Hobel angehoben, zog der Hydraulikzylinder das Messer sofort nach oben. Die Gefahr einer Beschädigung des Messers wurde dadurch minimiert. Wurde der Hobel wieder abgesenkt, kehrte das Messer in seine Ausgangslage zurück. Zusätzlich dazu konnte das Messer über Handstellhebel in der Querlage verstellt werden.

Die Fahrsteuerung der Maschine erfolgte über zwei nebeneinander liegende Pedale, eines für Vorwärts-, das andere für Rückwärtsfahrt. Im Prinzip handelt es sich dabei um die Weiterentwicklung des bei der OKAY MATIC verwendeten Schwinghebelpedals.

Bei der OKAY 3000 konnte in Deutschland auf Wunsch ein ähnlicher Bandenhobel wie bei der OKAY ELECTRIC POLYESTER angebaut werden. In Frankreich durfte nur der alternativ erhältliche manuell anzubringende Bandenhobel verwendet werden. Die Verwendung des automatischen Hobels war nach einem Unfall verboten worden. Der Bandenbesen gehörte serienmäßig zur Maschine, genau wie ein geregelter Katalysator.

Die Maschinengenerationen I und II unterschieden sich in diversen technischen Details voneinander: Während die Maschinen der ersten Generation zusätzlich zur Abbremsung durch den hydrostatischen Antrieb auch über Trommelbremsen auf der Hinterachse abgebremst werden konnten, gab es bei den Maschinen der 2. Generation nur die Abbremsung durch die Hydrostatik. Bei diesen Maschinen wurde das Wischtuch an einer manuell hochklappbaren Aufhängung befestigt, damit es bei Fahrten außerhalb des Eises nicht im Schmutz schleifen musste. Außerdem war auf Wunsch ein 150 L Wasser - Zusatztank erhältlich, mit dem der Wasservorrat auf 950 L vergrößert werden konnte.

Zur Wartungsfreundlichkeit der Maschine trug die Bauform des Schneetanks wesentlich bei. Er nahm nun die volle Maschinenbreite ein. Somit konnte der darunter liegende Motor bei angehobenem Tank problemlos gewartet werden. Bei den anderen Maschinen-Typen war der Schneetank jeweils zwischen den Wassertanks eingelassen, was bei Wartungsarbeiten das Übersteigen oder Abschrauben der Tanks notwendig machte.

 Das neue, glättere Karosseriedesign lies die OKAY 3000 sehr gefällig wirken. Allerdings war der Zugang zu den Vorderrädern durch die neue Frontverkleidung erschwert worden.

Auch die OKAY 3000 kam zu olympischen Ehren: 1992 in Albertville bereitete sie das Eis auf.

 

Im Jahr 1995 hatte die Firma Triplan Design MBE aus Gevrey Chambertin ein neues Design für die Okay 3000 entworfen. Mir ist allerdings nicht bekannt, dass es einen realen Prototypen dieses Designs gegeben hat.

 

 

Die Neuen mit den vielen Gesichtern: Die OKAY 3500 und die OKAY 3800 electric

   

 
OKAY 3500 - Prototyp 1  
   

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OKAY 3500 - Prototyp 2 OKAY 3800 - Prototyp 1
   
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OKAY 3500 - erste Version 2006 - 2010 OKAY 3800 - erste Version 2006 - 2010
   
OKAY 3500 - zweite Version ab 2010 OKAY 3800 - zweite Version ab 2010

 

 

Die OKAY 3000 war in den letzten Jahren ihrer Bauzeit zunehmend der Kritik ausgesetzt, bezüglich Wasser- und Schneetankvolumen zu klein zu sein. Auch der beschriebene Wasser - Zusatztank brachte keine befriedigende Lösung. Daher beschloss man, eine neue Maschine zu konstruieren, die die inzwischen üblichen Volumina bieten konnte. So wurde im Jahr 2006 die OKAY 3000 durch die OKAY 3500 abgelöst.

Die ersten Prototypen der OKAY 3500 basierten von der Karosserie her auf der OKAY 3000, allerdings waren die Wassertanks und der Schneetank etwas vergrößert worden. Dadurch war eine deutlich sichtbare Stufe zwischen Schneetank und Armaturenbrett entstanden, was optisch nicht besonders gut aussah. Daher wurde das Design der Karosserie komplett überarbeitet - die oben abgebildete erste Version entstand.

Beim nun gewählten Design wurden die Wassertanks an der Außenseite der Maschine weiter hochgezogen, sodass sich dadurch das Volumen der Tanks vergrößerte. Die Unterseite des Schneetanks wurde der dadurch entstehenden Keilform angepasst und besitzt nun auf der Unterseite abgeschrägte Kanten, während die Oberseite gerade ausgeführt ist - wie auf unten stehendem Bild erkennbar ist.

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Das Innenleben der Maschine mit hydrostatischem Einzelradantrieb und einem Hydraulikmotor je Förderwelle wurde von der OKAY 3000 übernommen.  Die Fahrsteuerung der Maschinen erfolgt nun über ein einzelnes Fahrpedal. Man wählt die Fahrtrichtung zunächst per Knopfdruck vor und beschleunigt dann über Niedertreten des Pedals.

Da inzwischen in Eishallen fast ausschließlich elektrische Maschinen verwendet werden, konnte Dupon mit der OKAY 3000, die nur mit Verbrennungsmotor angeboten wurde, dort wenig erreichen. Daher beschloss man bei der Neugestaltung der OKAY 3500, sich parallel wieder auf das Feld der Elektromaschinen zu wagen und wieder eine elektrische Maschine zu bauen. Diese elektrische Maschine wurde OKAY 3800 getauft.

Der Aufbau der Maschine ist prinzipiell gleich dem der OKAY 3500, nur das bei der OKAY 3800 die Hydraulikpumpen durch einen AC - Elektromotor angetrieben werden. Äußerlich gleichen sich die Maschinen fast vollständig, die einzigen Unterschiede finden sich am Fahrerplatz, wo bei er OKAY 3800 ein digitales Display die Maschinendaten anzeigt, während bei der OKAY 3500 klassische Rundinstrumente zum Einsatz kommen.  Außerdem weicht die Fahrsteuerung ab: Im Gegensatz zur OKAY 3500 erfolgt die Fahrsteuerung der OKAY 3800 ausschließlich durch das Fahrpedal. Tritt man es nach vorne, so fährt die Maschine vorwärts, tritt man auf den kleinen hinteren Teil, so fährt die Maschine rückwärts.

Im Gegensatz zur OKAY 3000 ist sowohl für die OKAY 3500 als auch für die OKAY 3800 nur ein manueller Bandenhobel erhältlich.

Im Jahr 2010 wurde das Design erneut überarbeitet, wobei anscheinend nur Details verändert wurden. Wie man den Angaben der tschechischen Dupon - Vertretung entnehmen kann, wurde das Armaturenbrett umgestaltet - jetzt besitzt auch die OKAY 3500 ein Digitaldisplay. Außerdem wurde die Fahrsteuerung auf Richtungsvorwahl per Joystick verändert. Es scheint auch wieder ein Waschsystem für das Eis verfügbar zu sein.

 

 Zur Firmengeschichte

Die Firma „CM Dupon s.a.“ wurde am 02. Mai 1966 in Chapareillan von Claude Dupon mit einem Stammkapital von 50.000 FF (entspricht etwa 7600 €) und 5 Angestellten gegründet.

Bereits ein Jahr später erfolgte der Umzug des Unternehmens nach Barraux in die neuen, damals 600 m² großen Produktionsräume. Da die Geschäfte in den Folgejahren florierten, wurden die Produktionsräume im Jahre 1973 auf 900 m² vergrößert. Zu dieser Zeit hatte Dupon 25 Beschäftigte. Zu einem nicht näher bekannten Datum wurde Dupon von der Dr. Kurt Schleuniger + CO Spezialfahrzeuge AG aus Zürich übernommen. Als diese dann 1974 von der Firma Rolba übernommen wurde, wurde auch Dupon mit übernommen. Anfang der 1980er Jahre erfolgte eine erneute Erweiterung der Produktionsräume. 1987 stieg Thierry Dupon, der Sohn des Firmengründers, in das Unternehmen ein.

Nachdem Rolba 1991 von Bucher - Guyer übernommen und 1994 aufgelöst wurde, gelangte Dupon in den Besitz der Firma "SM Industries". Wenig später gründeten Claude und Thierry Dupon zusammen die Firma "CD Patinoires" in Grenoble, die dann Dupon übernahm. 1994 übernahm Thierry Dupon die Geschäftsleitung von seinem Vater. 1998 wurde Dupon vom Konzern „Vert Marine“ übernommen, wobei Dupon nun in „Serfi s.a.“ umbenannt wurde. Der Name Dupon wurde eine Handelsmarke der Firma. Die Lage der Firma war aber weiterhin nicht gut. Im Jahr 2008 kaufte Herr Eric Bouiller die Firma. Seitdem heißt die Firma "Euroglass sas".

1988 erweiterte Dupon sein Angebot auf dem Eissektor: Banden aus Aluminium und Kunststoff, Plexiglasscheiben für Eishockeystadien sowie Ausstattungen für Umkleideräume. Seit 1996 stellt Dupon auch Banden für Inline – Hockey her.

 

Ich danke Herrn Dörner und Herrn Obst für die vielen Informationen.